Klassik für Taktlose: Trinklieder für Opernfans
Die Opernwelt ist voller Trinklieder. Warum nur? Und: Zu welchen könnte man tatsächlich anstoßen?
Die Opernwelt ist voller Trinklieder. Warum nur? Und: Zu welchen könnte man tatsächlich anstoßen?
Zum 200 Jahr-Jubiläum der Neunten Symphonie rücken im Musiksalon diesmal Beethovens politische Chorwerke in den Mittelpunkt: Allgemein als streitbarer Humanist bekannt, hat Beethoven Habsburger-Kaiser besungen, Napoleons Aufstieg gefeiert, aber auch dessen Untergang. Eine Sammlung untertäniger, manchmal kurioser, hie und da sogar kriegsbegeisterter, großteils jedenfalls unbekannter Musik.
Am 7. Mai jährt sich der Tag der Uraufführung von Beethovens Neunter Symphonie mit dem Schlusschor aus Schillers „Ode an die Freude“ zum 200. Mal. Radio- und Fernsehsender (nicht nur in Österreich) sind voll von Aufführungen und Dokumentationen dieses bis heute außerordentlichen Werks. Zur Vorbereitung führt im Podcast „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz zu den Geheimnissen der Symphonie.
Kein Monat ist so oft besungen worden wie der „Wonnemond“ – und oft gehen die Geschichten, die so frohgemut beginnen, schlecht aus. Lauschen wir im "Musiksalon" diesmal den vielfältigen Aspekten einer Jahreszeit, die „Bäume wieder grün“ macht und auch sonst allerhand anstellt mit der Natur – und mit uns.
Was reizt so viele am wohligen Geplätscher, das unzählige Playlists füllt? Und ist Neoklassik wirklich die neue Klassik?
Als Finale des „Presse“-Musiksalons im MuTh erklang jüngst die Violinsonate op. 18 von Richard Strauss. Birgit Kolar musizierte, begleitet von Alexandra Golubitskaia am Bösendorfer, auf einer einer Meistergeige Carlo Bergonzis aus der Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank.Im Musiksalon-Podcast heute: Der Mitschnitt aus dem Live-Musiksalon.
Der Live-Mitschnitt der Festspielproduktion „Der Ring des Nibelungen“ unter Hans Knappertsbusch in Traumbesetzung aus dem Jahr 1956 liegt erstmals akustisch generalüberholt auf CD vor: Andrew Rose vom Label Pristine macht hörbar, was bisher nur undeutlich und verschwommen wahrzunehmen war: eine der großen Wagner-Aufführungen der Geschichte. Mit Astrid Varnay, Wolfgang Windgassen, Hans Hotter…
Die „Schicksalssymphonie“ hat den wohl berühmtesten Anfang der Musikgeschichte. Was hat es mit dem Rest auf sich?
Richard Strauss hat die unterschiedlichsten Themen musikalisch für den Konzertsaal verarbeitet, Tragödien wie Shakespeares Macbeth, Philosophisches wie Nietzsches Zarathustra, Erotisches wie Lenaus Don Juan. Komödiantisch geht es im Till Eulenspiegel zu. Für keine seiner Tondichtungen hat der Komponist detailliertere Inhaltsangaben gemacht.
Lassen Sie sich von Tschaikowsky und Korngold überzeugen: Die beiden haben wunderschöne Streichsextette komponiert, die soeben vom Nash-Ensemble auf einer neuen CD vereinigt wurden. Die exzellenten Aufnahmen bieten so etwas wie große Oper für den kleinen Konzertsaal. Und man lernt zwei ungewöhnliche Meisterwerke kennen.