Klassik für Taktlose: Weihnachten kann auch anders klingen
Es müssen nicht immer die üblichen Weihnachtslieder sein: Wir empfehlen festliche Alternativen aus dem Bereich der klassischen Musik.
Es müssen nicht immer die üblichen Weihnachtslieder sein: Wir empfehlen festliche Alternativen aus dem Bereich der klassischen Musik.
Am 8. Dezember feiert die katholische Kirche das Fest von der „unbefleckten Empfängnis Mariens“. Für einen großen Teil der Menschen in diesem Land gilt der Tag vor allem als beliebtester Einkaufstag im Advent. Mit dem „Musiksalon“ bietet sich die Möglichkeit, vorab dennoch ein wenig innezuhalten. Musik zu Ehren der Gottesmutter aus Österreich aus drei Jahrhunderten; einige Überraschungen (auch für Kenner) inklusive.
Die Wiener Staatsoper bringt am Sonntag zum ersten Mal seit fast einem halben Jahrhundert eine Neuproduktion der "Meistersinger von Nürnberg" heraus. Wagners Werk steht im Geruch des deutschtümelnden Nationalismus - und ist doch im Gegenteil eine der großen Menschheitskomödien, die wir besitzen.
Wenn eine Mahler-Melodie verdächtig nach Brahms klingt, eine Strawinsky-Szene wie ein bekannter Wiener Walzer und die Cembali bei Bach dasselbe spielen wie die Geigen bei Vivaldi: Ein Streifzug durch die spannendsten Plagiatsfälle der Klassik-Geschichte.
Dieser Tage gastiert wieder einmal unser Schlagzeuger-Export Nr. 1, Martin Grubinger, im Wiener Konzerthaus. Grund genug zu lauschen, wann denn unsere Klassiker „auf die Pauke hauen“ ließen. Haydns „Symphonie mit dem Paukenschlag“ ist bekannt, weiß man auch, dass es eine „Symphonie mit dem Paukenwirbel“ gibt? Oder dass Beethoven als erster die Pauken „melodiefähig“ gemacht hat? Oder dass es nicht erst im 20. jahrhundert Paukenkonzerte gab?
Die Gans in der Musikgeschichte? Sie spielt eine größere Rolle, als man glauben möchte. Sogar bei Richard Wagner kommt sie vor. Das akustische Martini-Menü.
Als Langweiler gilt der Komponist Paul Hindemith. Das Image könnte falscher nicht sein. Das beweist der Musiksalon mit einer abwechslungsreichen halben Stunde Musik aus Anlaß der Wiederaufnahme von „Cardillac“ an der Wiener Staatsoper.
„Don Quixote“ von Richard Strauss ist eine der buntesten Tondichtungen der Musikgeschichte. Wilhelm Sinkovicz führt als „Märchenonkel“ durch diesen skurrilen akustischen Comicstrip. Die Bilder dazu „malen" die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan mit dem Cellisten Pierre Fournier in der „Titelrolle“.
Er gilt als der größte aller Komponisten – warum eigentlich? Eine Podcast-Folge über das außergewöhnliche Leben und Werk von Wolfgang Amadeus Mozart.
Das Festival „Wien modern“ beginnt demnächst. Der Musiksalon geht diesmal der Frage auf den Grund, was das Publikum unter „moderner" Musik verstand, als Wien wirklich noch „modern“ war.