150 Jahre „Ring“ – Das Rheingold
Shownotes
Teil 1 von 5: Am Beginn fließt der Rhein, die unberührte Natur – doch kaum öffnet sich der Vorhang über dem "Vorabend" von Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", bemächtigen sich finstere Mächte ihrer Schätze und die Welt wird zum Spielball rücksichtsloser Machtgier. Die mythische Ordnung der Götter, Riesen und Zwerge gerät aus dem Gleichgewicht.
Teil 1 einer Serie über Richard Wagners ehrgeiziges Menschheitsdrama, das 1876 in Bayreuth zur Uraufführung kam. Eine Handreichung für Wagnerverrächter, Wagnerverehrer und Neugierige, die noch nicht wissen, auf welche Seite sie sich schlagen werden. Die Musikbeispiele stammen aus der legendären ersten Studioaufnahme des Werks durch die Wiener Philharmoniker unter Georg Solti (Decca) mit George London als Wotan und Gustav Neidlinger als dessen Gegenspieler Alberich, der den "Ring" aus dem geraubten Rheingold schmiedet – und dann verflucht ...
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00:00:00: Der Musiksalon mit Wilhelm Senkowicz.
00:00:10: Hundertfünfzig Jahre der Ring des Nibelungen, im Sommer achtzehnsechsohn-Siebzig ist Richard Wagners gewaltige Tetralogie im eigens dafür errichteten Beiräuterfestspiel aus zur Urauführung gekommen.
00:00:36: Seither hat dieses etwa fünfzehnt Stunden und jedenfalls vierabende lange Meisterwerk die Menschheit nicht mehr in Ruhe gelassen.
00:00:47: Im Musiksalon ausgegebenem Anlass also eine Handreichung für Wagner Verächter, für Wagner Verehrer und für Neugierige, die nicht wissen welcher der beiden Gruppen sie sich eigentlich anschließen sollen.
00:01:02: Eine höher Reise zu den Schnitt-und Wendepunkten einer Menschheitstragödie in der es zwar Siegfrieds legendären Drachenkampf zu bestaunen gibt.
00:01:15: Im Übrigen aber entgegen allen die Rüchten, keine treue deutschen Gedanken gepflegt werden sondern Einblicke im menschlichen Allzumenschlichen und Zukunftsperspektiven, die heute noch utopisch anmutten Und die uns letztlich alle etwas angehen.
00:01:36: Viermal Musiksalon zum Thema der Ring des Nibelungen und einmal Klassik für Taktlose.
00:01:43: Bei welcher Gelegenheit Katrin Nussmeyer dann noch zweckdienkliche Fragen stellen wird?
00:01:49: Übrigens, bevor wir weitergehen...
00:01:52: Ein Hinweis in eigener Sache!
00:01:53: Wir nehmen nämlich bald eine Folge auf und Sie können mit dabei sein.
00:01:57: Ja, Klassick für Tagtlose live im Blickele Kino Das
00:02:02: ist eine wunderbare Location im Belvedereinundzwanzig in Wien.
00:02:05: Das ideale Ambiente für uns beide!
00:02:08: Genau, und alle Infos dazu und auch die Anmeldung finden Sie auf depressa.com-taktlos.
00:02:15: Der Ring des Nibelungen Vorabend das Reingold Ein tiefes Ess In den Kontrabessen Der legendäre Grundton der Welt Der Grundton des Reins, der da fließt Ausgewaltet durch hinzutretende Stimmen zum Essdur Dreiklang, den acht Hörner im zeitversetzten Einsetzen in einem scheinbar ewigen Fluss Zeitlos vor uns ausbreiten.
00:03:37: Der Inbegriff der unberührten Natur, so meint man – der Vorhang hebt sich wie erleben die Rheintöchter schwimmend spielend.
00:03:48: doch schon der Einsatz der dritten Flosshilde relativiert das scheinbar unschuldige Spiel von Woglinde und Wellgunde.
00:03:58: Ganz so unberührt ist diese Natur doch wohl offenkundig nicht!
00:05:17: Da droht wohl auch der Feind.
00:05:56: Vater warnte vor solchem Feind, der Nibelung.
00:06:00: Albarich kommt aus der Unterwelt als Nebelheim hervor und wirbt um die hübschen Reintöchter aber die verspotten ihn und treiben ihr böses Verwirrspiel mit ihm.
00:06:14: Der Feind ist verliebt singen sie.
00:06:17: somit droht ihrem Schatz dem Rheingold Keine Gefahr, denn nur wer der Minnemacht entsagt dem erschließt sich der Zauber des Rheingolz.
00:06:29: Das macht Albrecht ins Werk hellhörig.
00:06:32: was für ein Zaubern!
00:06:35: Wer auf die Liebe verzichtet?
00:06:37: Der ist im Stande aus dem Gold den Ring zu schmieden der unermessliche Macht verleiht.
00:06:45: angesichts der Demütigungen, die die Reintöchter ihm angetan haben Ist es dem Nibelung ein leichtes, der Minnemacht zu entzagen?
00:06:56: Er hat das Prinzip so gleich verstanden.
00:06:59: Wenn ihm die Liebe nicht holt sein soll dann wird er sich eben Lust erkaufen.
00:07:06: Das genügt ihn.
00:07:07: im Streben nach unermesslicher Macht Verflucht Alberich die Liebe und entreist den Reintöchtern des Gold.
00:08:13: Die Tragödie kommt in Gang.
00:08:15: aus dem Rhein führt uns die Musik hinauf in lichte Höhen, In die Welt der Götter.
00:10:16: Walhall – Die Göttermurg Das Symbol Der Macht.
00:10:21: Gott Wotan hat sie errichten lassen von den kräftigen Riesen!
00:10:27: Die werden um bald erscheinen und ihren Lohn fordern warnt Fricker Wotans Gemalinn Die Realistischer auf die Machtspiele ihres Gatten blickt als er selbst.
00:10:43: Denn im Vertrauen auf das Ränkespiel seines Chefverhandlers, des Feiergottes Loge hat Wotan den Riesen versprochen, ihnen die Göttin Freia als Lohn zu überlassen.
00:10:59: Doch Wotans versucht Frickra zu beruhigen – nie Sandys ernstlich.
00:11:04: mein Sinn sagt der!
00:11:06: womit wir in ein paar Worten erläutert bekommen, worauf Wotans Macht beruht auf Betrug.
00:11:15: Zwar ist eher der Träger des heiligen Speers in den Hironen der Verträge der Heiligen Verträge eingeritzt sind.
00:11:25: aber wenn es ums Ganze geht isst Wotan selbst nicht bereit sich an ausbedungene Verhandlungsergebnisse zu halten.
00:11:36: Er setzt, wie gesagt auf Loghe den gewitzten Diplomaten.
00:11:40: Aber da erscheinen schon die Riesen und fordern mit Verweis auf das architektonisch perfekt gelungene Bauwerk ihren Lohn.
00:12:19: Menschliches altzumenschliches spielt auch bei den Riesen eine Rolle.
00:12:24: Da ist einmal Fasolt der an der schönen Göttin Freia interessiert ist Und da ist andererseits Pfaffner, der gut rechnen kann und er vor allem auch durchschaut hat was es bedeutet wenn die Götter freier aus ihrem Kreis entlassen müssten.
00:13:45: Die goldenen Äpfel, die Freie allein zu pflegen weiß wie Pfaffler so schön singt?
00:13:53: Die verleihen den Göttern die ewige Jugend!
00:13:57: Was aber, wenn das nicht mehr der Fall
00:14:00: wäre?!
00:14:01: Da ist nun guter Rat teuer, aber Wotan wittert seine Chance.
00:14:07: Denn endlich – spät aber doch!
00:14:09: erscheint der Feuer.
00:14:10: Gott Lohge.
00:14:12: die züngelnden Flammenmotive in den Streichern kündigen ihn an und er entpuppt sich so gleich als äußerst hinterhältige Figur.
00:14:31: Wotant hat darauf vertraut dass das versprechen freier den Riesen als Lohn zu geben, niemals eingehalten werden würde.
00:14:41: Aber lo gewess nun jede Verantwortung von sich!
00:14:45: Stattdessen bietet er sich nun als Unterhändler für Verhandlungen zwischen den Reintöchtern und Wotan an – denn die beklagen den Raub des Reingolz durch Alberich?
00:14:58: Und Wotans reagiert empört hat jetzt ganz andere Sorgen….
00:15:03: aber Loge berichtet auch von dem unermesslichen Reichtum, den Alberich durch den Raub des Goldes erlangt hat und auch vom fundersamen Ring, den er aus dem Rheingold geschmiedet hat.
00:15:18: Und der ihm eben unermässliche Macht verleiht.
00:15:23: Das macht sowohl die Riesen als auch Wotan hellhörig!
00:15:28: Die Riesen wollen das Gold – Wotans drängt es nach dem Ring Allein.
00:15:35: beides ist in Albarichs Besitz, der die Nibelungen geknichtet hat.
00:15:40: Die ihm nun Gold und immer wieder Gold aus den Bergen schürfen.
00:15:46: Wieder ist es Loghe, der da dramatische Entwicklung vorantreibt... ...und das Netz seiner Intrigen immer dichter knüpft!
00:15:56: An Alborichs Reichtümer zu gelangen, das sei doch ganz einfach.
00:16:01: Er hat alles gestohlen?
00:16:03: Und man stilte es ihm wieder, gesagt getan.
00:16:18: Die Riesen nehmen Freier als Pfand mit und sind bereit sie gegen die Reichtümer Albarichs wieder auszutauschen.
00:16:28: Wotan muss mit Lohge nach Nibelheim hinabfahren!
00:16:33: Während alle anderen Götter bereits darbend bemerkten dass ihnen die Kräfte ausgehen.
00:16:40: den Freier die Hüterin der goldenen Äpfel und deren Kraftreserven ist ja abhandengekommen.
00:16:48: Wir begleiten aber Logue-und Wotan bei ihrem kühnen Abstieg nach Nebelheim, wo die von Alberich versklavten Nibelungen fleißig ihre Schmiedekunst üben.
00:18:47: In Nebelhelm begegnen wir Alberg mit seinem Bruder Mime – auch ihn hat er geknichtet und ihn gezwungen einen Ternhelm zu schmieden, mit dessen Hilfe sich Albarich jederzeit an jeden Ort wünschen kann und in jede beliebige Gestaltverwandlung.
00:19:10: Vor allem macht der Helm natürlich unsichtbar was Mime sofort zu spüren bekommt!
00:19:18: Ein geheimnisvolles Motiv.
00:19:20: ein Erd tönender Runen zauber kündigt es uns immer an wenn dieser Helm Im Spiel ist.
00:20:04: Albrech ist im Machtrausch und als nun Wotan-und-Loge erscheinen, begegnete er ihnen zwar misstrauisch aber die beiden packen ihn bei seiner Eitelkeit.
00:20:18: Albrich wehnt sich unverwundbar auf der einen Seite Der Ring Auf der anderen Seite Der Tarnhelm.
00:20:26: Als ideale Kriegswaffe Zur Demonstration seiner Möglichkeiten verwandelt sich Albrech in einen gefährlichen Drachen.
00:20:38: Der schlaue Lohge aber kann ihn überreden, sich auch in eine kleine Kröte zu verwandeln.
00:20:46: Ihm somit loge Schiene das viel geeigneter Gefahren zu entgehen.
00:20:53: Albrecht tappt in die Falle!
00:20:55: Als Kröthe ist er eine leichte Beute wird eingefangen und also sich zurückverwandelt... ist es zu spät, man legt ihm Fesseln an und führt ihn hinauf in die Nähe der Götterburg-Weilheim.
00:22:43: So bindet die Kunst Richard Wagners auch komediantische Elemente ein ins große Ganze seines Nibelungen rings.
00:22:53: aber bald erfahren wir wieder den bitteren Ernst der Tragödie.
00:22:59: Alberich ist ausweglos gefangen Und Wotan zwingt ihn nun, seinen gesamten Schatz auszuliefern.
00:23:08: Der Ring ruft die Nibelungen herbei und sie bringen aus den Klüften von Nebelheim gold-und wiedergold – aber damit nicht genug!
00:23:19: Auch den Tarnhelm fordern Lange und Wot an als Beute….
00:23:24: … und zu guter Letzt... ...den Ring.
00:24:04: Damit hat Albrech alle Macht verloren und es bleibt ihm nur eine Waffe.
00:24:10: Durch einen Fluch hat er das Reingold erlangt, durch einen Flucht wünscht er nun alles Unglück auf den Besitzer des Rings so lange er nicht wieder in seine Hände gelangt.
00:27:25: Oft der Musik verrät uns die Tragweite dieses Fluchs – die wohnt dann zunächst gar nicht!
00:28:17: erkennen will.
00:28:19: Albarich verschwindet, die Riesen erscheinen wieder mit Freier als Pfand und sie verlangen nun die Herausgabe des Nibelungengolds.
00:28:29: Das Maß stellt die Göttin freier.
00:28:33: erst bis sie vom Gold ganz bedeckt ist gilt der Handel.
00:28:39: aber der verliebte Fasold erblickt das Auge der schönen Freier noch nachdem alles Gold aufgeschichtet worden ist.
00:28:48: Da verlangt Fafner auch noch den Ring, der längst am Finger Wotans steckt.
00:28:54: Das ist Wotan nun zu viel!
00:28:57: Den Ring will er natürlich behalten und als die Riesendrohne freier wieder mit sichzunehmen, da erscheint die mythische Göttin Erda – Die Alleswissende Mutter Und in magischem Licht.
00:29:11: wenn alle gebannt stehen und sie betrachten verkündet sie das Ende der Götter.
00:29:18: Sie warnt Wotan vor der Wirkung von Albarichs Fluch, ein düsterer Tag demmert den Göttern die Ratig meide den Ring.
00:30:42: Wotun ringt mit sich und nimmt endlich den Ring vom Finger.
00:30:47: Lohge übergibt in den Riesen!
00:30:49: Und jetzt tut der Fluch Albarix erste Wirkung.
00:30:55: Pfafner rafft das gesamte Gold an sich Und als Fasolt protestiert, meinte er nur der Bruder hätte sich ja nur um Dicke den Freier geschert und diese wohl auch für sich bereiten.
00:31:10: Nun verlangt er den Nibelungenort!
00:31:14: Als Fasold protestiert und auf loges Intrigantes anraten nach dem Ring trachtet, erschlägt Fafner den Bruder... Als Fafner mit seiner Beute verschwunden ist, tröstet sich Wotan mit der Aussicht von der nun erkauften Burg Walhall aus seine Macht endgültig absichern zu können.
00:32:28: Über eine von Gottfroh errichtete Regenbogen Brücke ziehen die Götter im Bewusstsein ihrer Macht nach Walhall.
00:32:38: Lohge, der zurück bleibt weiß es besser!
00:32:42: Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich meine.
00:32:47: Fast schäme ich mich mit ihnen zu schaffen!
00:32:50: Zur leckenden Lohe mich wiederzuwandeln spür' ich lockende Lust, Sie aufzuzähren, die einst nicht gezähmt statt mit dem blinden Blöd zu vergehen und während es göttlichste Götter.
00:33:04: Nicht dumm, düngte mich das – bedenken will ich's?
00:33:08: Wer weiß was Ich tue?
00:33:11: Damit ist in wenigen Warten zusammengefasst, was wir in den kommenden drei Tragödie erleben werden.
00:33:20: Tatsächlich wird Loge sich mehrmals in Feuer verwandeln – in leckende Lohe wie er das nennt zu unterschiedlichsten Zweck aber davon in der Waldkürre und später auch noch in Siegfried- und Götterdämmerung.
00:33:39: Inzwischen klagen die Reintöchter über den Verlust ihres Golds, während die Götter zunächst einmal noch in strahlendem Destur zu triumphieren scheinen des Nibelungen.
00:37:29: Vorabend das Reingold-Fortsetzung folgt!
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