Carl Orff. Die anderen Carmina!
Shownotes
Catulli Carmina – der lyrische Bruder der berühmten Carmina burana, viel weniger bekannt, aber nicht minder fesselnd! Eine Liebesgeschichte Marke Carl Orff. Mit Beispielen aus der Aufnahme des Bayerischen Rundfunks unter Eugen Jochum mit Arlene Auger und Wieslaw Ochman (DG).
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00:00:03: Die Carmina von Karl Orff Wer kennt sie nicht?
00:00:24: Die Carmina Burana eines der berühmtersten Kroa-Werke des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:00:31: Aber es gibt noch andere Carminas, andere Lieder jene des Catulli Carminae.
00:00:39: Das ist das zweite Teil eines szenischen Tryptichons das Karl-Orff, in der Zufügung von Triumpho di Aphrodite vollendetrat.
00:00:55: Carmina Burana, Catulli Carmina, Triumpha di Aphrodyte – Triumphie heißt der Zyklus, der in seiner Gesamtheit kaum je aufgeführt wird?
00:01:07: Obwohl es sich dabei um drei der wirkungsmächtigsten szenischen Spiele handelt, die im zwanzigsten Jahrhundert gedichtet und komponiert worden sind.
00:01:20: Wie auch immer!
00:01:22: Mit den Carmen Aburana, die berühmt geblieben sind – und Trionfodi Aphrodite am Ende stellt auf zwei gewaltige Pfeiler ecstatischer Liebesmusiken wenn man so will als Anfang und endpunkt seiner szenischen Trilogie.
00:01:41: Und setzt in die Mitte, die viel zärtaren poetischeren Liebeslieder des Kathol, nineteenhundertdreiundvierzig komponiert oder genau genommen in ihre entgültige Form gebracht.
00:01:56: Das Stück fällt insofern aus der Reihe weil hier anders als in den Eckstücken kein großes Orchester verwendet wird sondern lediglich eine Schlagzeuggruppe vier Klaviere und auch dieses Instrumental- Ensemble nur in Vor- und Nachspiel.
00:02:15: Das eigentliche Spiel, ein drei Akter über das Liebesleben des Kathol, seine Euphorie und seine große Enttäuschung – das sind ausschließlich Chöre, a capella chöre die Orphe schon in den Neunzehnten, also lange vor Carmina Burana, komponiert hat.
00:02:34: Und er holt sie nun rein um sich seinen Trionfi einzugliedern.
00:02:41: Blenden wir kurz zurück, die Carmina Buranah.
00:02:44: Wenn man so will, sacre du printant ein Frühlingsopfer auf Bayrisch!
00:02:50: Bauern-Tänze, Mönchsgesänge, Lieder eines fahrenden Gesellen, Saufgelage, Liebespiele auf der Wiese vor dem Dorf.
00:02:59: Bund gemischt sind da nicht nur die Emotionen sondern auch die Sprachen vom Minnegesang bis zum Vulgellatein.
00:03:08: Rhythmische Energie ist dieser Musik eigentlich das Weißmann seit der Urauführung im Jahr nineteenhunderts sieben und dreißig.
00:03:16: Das Stück entpuppt sich seither als unwiderstellig.
00:04:10: Ein hohe Lied der Liebe für große Orchester und Chor extatische Gesänge, altgriechische lateinische Poesie.
00:05:36: Mitten drin wie gesagt Katholikarmina – die Lieder des Kathol als poetisches Intermezzo.
00:05:44: Orf arbeitet hier mit reduzierten Mitteln im Wesentlichen nur die unbegleitenden Gesänge von Chor und Solisten nach Gedichten von Kathol über das Leben und die Liebe, arrangiert zu einem kleinen Kammerspiel für Tänzer, die den Inhalt der Gedichte und der Musik auf der Bühne scenisch umsetzen.
00:06:08: Die Gedichte des Kathol stammen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus.
00:06:12: hochemotional subjektiv – Kathol einer der bedeutendsten Lüriker aller Zeiten.
00:06:20: Orph hat Gedichte gewählt, die Kathols unglückliche Liebe zur Lesbier erzählen!
00:06:26: über seine Verliebtheit, seine Enttäuschung die er erleben muss weil die Schöne ihn betrügt und die Unmöglichkeit die Liebe zu Lesbier durch die Hingabe an andere hübsche Damen zu verdrängen.
00:06:40: Eine kleine Liebestragödie deren Musik bereits lang vor den Kaminer Burana komponiert war.
00:06:46: wie gesagt Es handelt sich da um einzelne nummern-einzelne.
00:06:50: Gedichtvertonungen für Chor Acabella.
00:06:53: In virtuosester Kompositionstechnik führen uns die reichen Möglichkeiten des unbegleiteten Chorgesangs vor Augen und Ohren in oft atemberaubender Weise.
00:07:06: Da gibt es zarte, schwermerische Lieder aber auch leidenschaftlichste Gefühlsaufwahlungen.
00:07:13: Diese Musik umfasst unvermittelt direkt die ganze Bandbreite der menschlichen Emotionen.
00:07:21: Es wäre aber nicht der geborene Dramatiker Karl auf, würde er diese Erzählung nicht in einen größeren theatralisch wirkungsvollen Zusammenhang betten.
00:07:31: Die unglückliche Liebesgeschichte, die der Dichter in seinen Liedern erzählt – die ist den Katholikarminer eingebettet in eine Rahmenhandlung!
00:07:41: Sie führt uns ungestimme junge Mädchen und Burschen vor, die einander heftige Zeichen der Begierde
00:07:48: senden.".
00:10:56: Chor also nicht ein Kapeller, sondern begleitet von einem großen Schlagzeug- Ensemble und vier Klavieren.
00:11:03: Das hat Orph nicht erfunden – das ist oft bemerkt worden!
00:11:06: Die Besetzung hat er bei Igor Stravinsky gefunden und einer nicht minder sinnlichen aber ganz anders gearteten Ballettmusik.
00:11:15: Lenos die Hochzeit Also eine rituelle Hochzeitsfeier wie sie Orph dann später dem Triumph der Aphrodite selbst auf die Bühne bringen wird.
00:11:26: In drei Jahren übernimmt er von Stravinsky nur die Idee der instrumentalen Besetzung.
00:11:32: Der rhythmische Elan ist ja beiden Komponisten eigen, das weiß man – bei Auf ist er natürlich ganz anders vor allem weniger komplex und daher auch weitaus populärer als beim russischen Kollegen!
00:11:47: Den Text zu seiner Rahmenhandlung, den hat Orff übrigens selbst verfasst und zwar in lateinischer Sprache mit ein paar griechischen Einspringseln.
00:11:56: Er hat sich dabei ziemlich gut informiert über die anzüglichen Bedeutungen mancher Vokabel.
00:12:02: In gewisser Weise könnten wir Katholikarminer als lebhaftes Argument gegen die Reduktion des Lateinenunterrichts an unseren Schulen verwenden!
00:12:12: Man schmunzelt ein bisschen, wenn man in den Textheften der Schallplatteneditionen von Katholik Kármina an einer bestimmten Stelle dann liest.
00:12:21: In der Folge werfen die Jugendlichen einander immer kühnere Lipkosungen zu was nicht viel anderes heißt als dass ab sofort zensuriert wird.
00:12:31: Man drückt den Text und vor allem die Übersetzung lieber nicht ab.
00:13:29: dieses Das kühn-erotische Spiel der Mädchen und Burschen, das ruft die alten Herren auf den Plan.
00:14:51: Sie machen sich natürlich lustig über den Wahn der Jugend, der da sexuelle Begierden mit Liebe verwechselt!
00:14:58: Und er vor allem meint diese bliebe auf ewig bestehen.
00:15:04: Dieses ewig parodieren die Kreise nun – sie ziehen es ins Lächerliche und stimmen dann einen strammen Chor an, der die Kinder zur Besinnung rufen soll.
00:15:15: Nichts wert ewig singen die alten Herren!
00:15:18: Die Strahle des Sonne versinkte mehr, da volle Mond schmilzt dahin.
00:17:05: Tempus amoris cubiculum non est – die Zeit ist nicht das Schlafzimmer der Liebe.
00:17:13: Man beschließt diesen jugendlichen Liebesnerren und Nerinnen, das Spiel vom unglücklichen Kartol vorzuführen.
00:17:21: Hört und seht.
00:17:23: Und schon beginnt der erste Akt, mit einem Sinngedicht, das die Katholik Carvina umklammert.
00:17:30: Odi et amo!
00:17:32: Ich hasse ich liebe ich fühle und leide und weiß nicht warum.
00:17:40: wir alle sind die Getrebenen unserer Gefühle.
00:19:21: Als Getrieber nach seiner Gefühle verfällt der Dichter Kathol nun seiner Lesbier.
00:19:27: Er schwärte die Unendliche, die ewige Liebe wie die Jugendlichen im Vorspiel.
00:19:33: Auch sie ist ihm zugetan – aber kaum versinkt Kathol in Schlaf, da tanzt sie vor vielen Männern und es erscheint der Nebenbuller Celius!
00:19:44: Als Kathol erwacht, beklagte er die Untreue der Gelbten.
00:19:48: Sie hat mir geschworen keinen Lieber zum Mann zu nehmen als mich.
00:19:52: Seid mulia cupido qvot tizit amante Invento et a rapida scribere o porteta qua.
00:20:00: Was eine Frau einem liebenden Mann erzählt Schreibt sie in den Wind, schreibt sie im Welle des Wassers.
00:22:03: Die Kreise sind begeistert von diesem Singenspiel, die Jugend schweigt und sieht zu wie sich das Spiel entwickelt.
00:22:12: Zwei Tage, Kathol schläft vor dem Haus der Geliebten und träumt.
00:22:19: Lesbier wiegt ihn in den Schlaf.
00:22:22: sie singte mein liebes Lied von großer Ruhe und Schönheit.
00:22:27: Kathol träumts von der Liebesnacht aber also erwacht er sieder dass die Geliebe In Wahrheit in den Armen des Celyus rot.
00:22:38: Orf nutzt die vielfältigen Möglichkeiten des vielstimmigen Korgesangs zu subtil, traumverlorenen Klangbildern ebenso wie nach dem Erwachen des Dichters zu heftig diskonierenden Lautender Anklage und der Verzweiflung.
00:28:52: Es kommt – wir es kommen muss!
00:28:54: Auch die Versuche sich in den Armen anderer Mädchen zur tröstem Frucht nichts.
00:29:00: Im dritten Akt hören wir auf dem Höhepunkt der Verzweiflung, das Mieserkathole.
00:29:07: Armerkathol singt der Chor in einer expressiven Kraft, der wenig Chormusik des zwanzigsten Jahrhunderts an die Seite zu setzen wäre.
00:31:15: Inken die Kreise nun?
00:33:14: Das müsse die Jugend doch so erschüttert haben wie uns Zuhörer!
00:33:20: Aber da vergessen sie die Macht des Erros.
00:33:23: ungerührt wischen Mädchen und Burschen alle Bedenken zur Seite, nehmen ihre Liebesbekundungen wieder auf.
00:33:30: Schlagzeug- und Klaviere treten wieder hinzu und befeuern die Gesänge.
00:33:34: Entzündet die Fackeln heißt es zuletzt bevor ein Schreiderbegeisterung die Katholikarmina
00:33:41: beschließt.".
00:34:35: Das war unser Podcast zu den Katholikerminna, den Liedern des Kathols, des Mittelpeils der Triumphie von Karl Orff die anderen Kermina nach den Kerminapurana, die so populär geworden sind.
00:34:51: Unsere Aufnahme stammte vom bayerischen Rundfunk.
00:34:56: Die Solisten waren Arlene Auger-Sopran und Wieslaw Ochmann.
00:35:00: Tenor Agenjochum hat dirigiert.
00:35:03: Danke fürs Zuhören!
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