Taktlos to go: Pachelbels Kanon ist genial – aber warum eigentlich?

Shownotes

Er ist der perfekte Ohrwurm, gehört zu den beliebtesten Hochzeitsmelodien, war die Blaupause für zahlreiche Pophits – und stammt von einem Komponisten, über den man sonst gemeinhin fast gar nichts weiß: Pachelbels Kanon in D-Dur hat sich in unsere Gehirnwindungen eingefräst. Auch wenn Ihnen der Titel dieser Barock-Komposition nichts sagen sollte: Die Melodie (und vor allem diese Bass-Linie!) kennen Sie garantiert. Wie hat Johann Pachelbel, dieses vielleicht erstaunlichste One-Hit-Wonder der Musikgeschichte, das nur geschafft?

Das besprechen Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge. Sie gehen der musikalischen Struktur dieses Kanons auf den Grund – und erzählen, wie die Wiederentdeckung des Originals schon sehr bald durch unzählige Pop- und Rock-Varianten der Pachelbel-Akkordfolge begleitet wurde. Diese Melodie funktioniert einfach, sind die beiden sich einig – aber warum eigentlich?

Mit dieser Folge über Pachelbels Kanon in D-Dur geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Als musikalischer Spritzer für zwischendurch!

Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.

Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Transkript anzeigen

00:00:01: Klassik für taktlose.

00:00:07: Mit Katrin Nussmaier und Wilhelm Senkowicz.

00:00:19: Liebe Hörerinnen und Hörer, wir reden heute über ein Stück, das Sie wahrscheinlich ganz gut kennen.

00:00:24: Es wird Ihnen zumindest sehr bekannt vorkommen, aber über dessen Komponist wissen eigentlich die wenigsten etwas.

00:00:31: Nämlich lieber Willi Johann Pachelbel, der kommt im Musikunterricht-Kampf vor.

00:00:35: Er kommt im Konzertkalender-Kampf vor.

00:00:38: Aber trotzdem ist sein berühmter Kanon eines der beliebtesten Hochzeitslieder.

00:00:42: Es hat zahlreichen Pop-Hits die Akkorde vorgegeben.

00:00:45: Es ist vielleicht das erstaunlichste One-Hit-Wonder der Musikgeschichte.

00:00:49: Ja, das ist ja jedenfalls eines der erstaunlichen.

00:00:52: Pachelbel war ein deutscher Komponist, protestantische ... Kirchenmusik war seine wichtigste Beschäftigung.

00:01:02: Er war so ein Vorgänger von Johann Sebastian Bach, könnte man sagen.

00:01:06: Und die Pharma will, dass dieser sogenannte Canon bei der Hochzeit des älteren Bruders von Johann Sebastian Bach zum ersten Mal gespielt worden, ist vielleicht sogar dafür komponiert worden, ist möglich, möglich auch nicht.

00:01:21: Wenn es so war, dann hat Bach, also der große Bach, das kennengelernt mit neun Jahren.

00:01:27: Tatsächlich geht es da um eine Kompositionsmethode, die absolut nicht fachelbar erfunden hat, sondern die damals vollkommen gank und gäbe war, das nämlich über einen gleichbleibenden Bass, mehrheitlich mit immer gleichbleibenden Harmonien, ist meistens so, muss nicht sein, aber ist meistens so quasi improvisatorisch Musik gemacht wird.

00:01:52: So war es zum Beispiel bei Tänzen, so ist es bis heute, wenn Musiker quasi über einen solchen Bass, über solche Harmonien improvisieren.

00:02:02: Also das gibt es ja im Jazz, im Pop, dass man eine gewisse Akkordfolge hat, die man beibehält und da kann man drüber machen, was man will.

00:02:09: Nur... dass es in diesem Fall eine strenge Komposition ist, was der Name Canon schon sagt.

00:02:16: Da geht es aber eigentlich nicht um diese Akkordfolge, die da drunter liegt, sondern da geht es um das, was die Soloviodinen drüber aufführen.

00:02:24: Aber ich glaube, es ist eine gute Idee,

00:02:27: das mal

00:02:28: anzuhören.

00:02:29: Dann erstens erkennen es alle und zweitens überlegen wir uns, wie ist das aufgebaut.

00:04:06: Das war jetzt, wie du mir verraten hast, eine Aufnahme von Jean-François Payard.

00:04:12: Die haben wir nicht zufällig ausgewählt, weil lass uns doch gleich einmal über die Geschichte hinter diesem Stück, über die, ja, die Entstehungsgeschichte dieses One Hit One das reden.

00:04:22: Du hast ja schon mal gesagt, ja, Johann Bachelbel war ein Barock-Komponist und hat womöglich ganz geklärt, ist das ja nicht, dieses Lied schon, oder dieses Stück schon als Hochzeitmelodie geschrieben, was natürlich für diese große Erzählung ganz passendes, weil es auch jetzt eine sehr beliebte Hochzeitsmelodie ist.

00:04:40: Was muss man denn über Pachelbel wissen?

00:04:44: Also wie gesagt, er war ein etwas älterer Zeitgenosse von Bach und war einer der führenden evangelischen Kirchenkomponisten dieser Zeit.

00:04:55: Und wir haben nicht wahnsinnig viel, vor allem nicht wahnsinnig viel Instrumentalmusik von ihm erhalten.

00:05:02: Das dürfte offenbar einen Nerv getroffen haben schon damals, dass das irgendwie zwar einem Urmuster entspricht, wie man Musik gemacht hat, aber offenbar hat er es so gut gemacht.

00:05:16: Also die Oberstimmen, die er drübergelegt hat, die kanonisch geführt sind tatsächlich, da können wir vielleicht gleich nochmal reinlegen und überlegen, was heißt das eigentlich.

00:05:25: Die sind offenbar so eingängig und so gut.

00:05:28: dass das sofort immer wieder gespielt worden ist.

00:05:31: Und ich meine, es ist tatsächlich ein Stück, wenn es sozusagen die sogenannte Klassik, also das ist natürlich Baroque, aber wir assumieren das alles unter klassische Musik.

00:05:39: Da gibt es ein paar Nummern.

00:05:42: Die Ununterbrochen gemacht werden, das reicht eben von Bach, Ebbel, Kanon bis zum Bolero von Ravel.

00:05:47: Also das sind Sachen, die kennt jeder mehr oder weniger entstellt, aber man kennt die Titel oder man kennt zumindest die Melodien oder die Harmonien in dem Fall.

00:05:56: Und ich meine, das erklingt in jeder Fußgängerzone, also an jeder Ecke mehr oder weniger.

00:06:02: Aber

00:06:02: das war nicht immer so.

00:06:03: Weil, also ich habe da ein bisschen was nachgelesen und du weißt da noch viel mehr darüber, aber dieses Stück ist ja eigentlich komplett in Vergessenheit geraten.

00:06:10: Das war lange gar nicht bekannt.

00:06:13: Und dann kam im späten neunzehnten, frühen, zwanzigsten Jahrhundert die Wiederentdeckung der Barockkomponisten.

00:06:19: Und im Zuge dessen wurde auch dieser Kanon wiederentdeckt und ist dann, nineteenhundert, neunzehn, erstmals gedruckt erschienen.

00:06:26: Und populär wurde dieser Kanon dann durch eine Einspielung, neunzehn, achtundsechzig, von dem genannten Dirigenten.

00:06:37: Und der Jetzt ist die Frage an dich, hat der das so gespielt, wie Parchelbel das intendiert hatte?

00:06:43: Wir wissen es natürlich schlicht und einfach nicht.

00:06:46: Tatsächlich wissen wir, dass es ein Stück war für drei Geigen.

00:06:53: oder für Bass und Drei Geigen genau genommen.

00:06:56: Das heißt also, es hat ein Instrument dem Bass gespielt, die drei Violinen oben machen, den Kanon.

00:07:03: Und das ist ja wirklich, vielleicht können wir noch einmal kurz reinhören.

00:07:06: Nur die ersten Takte, wenn man da aufpasst, also zuerst ist diese Bassfolge.

00:07:11: Mit den Harmonien dazu, dafür haben wir den sogenannten Basso Continuo.

00:07:15: Das kann jetzt irgendein Instrument sein, kann eine Orgel sein, kann eine Laute sein oder was immer.

00:07:20: Die Harmonien dazu spielt.

00:07:21: zu diesen Bass-Tönen, das ist im Paroxo üblich gewesen.

00:07:24: Es gab immer einen Basso Continuo, damit einer sozusagen immer die Harmonien angibt die richtigen.

00:07:29: Und in diesem Fall ist es das Cello, dass das üblicherweise spielt, oder?

00:07:33: Oder muss das gar nicht sein?

00:07:34: Nein, es war sicher kein Cello dabei, es war ursprünglich... Ist das eher einen modernen

00:07:38: Erderschmarr?

00:07:40: Cello ist ja damals noch nicht so ihm gewesen.

00:07:44: Es gab es schon, aber ein Bass war in der Regel ein Kontrabass bei den Streichern.

00:07:50: Dazwischen gibt einer die Harmonien an und das ist bei einem Stück, das wahrscheinlich sozusagen transportabel sein musste, wenn man es nicht in der Kirche gemacht hat, hat man keine Orgel gehabt natürlich und möglicherweise hat man es auf der Straße gespielt oder im Tanzzahl, da steht ja auch nicht unbedingt ein Klavier, beziehungsweise damals ein Chamberlarum, also wird man wahrscheinlich mit einem gitarren Instrument oder einem lauten Instrument da die Harmonien dazugespielt haben.

00:08:12: Also eigentlich können wir uns vorstellen, ein Bass, eine laute, plus die drei Solo-Instrumente, in dem Fall Violinen.

00:08:18: Also das wäre das Original.

00:08:20: Und das gibt es nun in tausenden Arrangements.

00:08:23: Also das kann man ja wirklich in jeder Besetzung spielen.

00:08:25: Ich brauche nur heute die drei Melodie-Instrumente, die diesen Kanon machen.

00:08:29: Darum denke ich mir, hören wir nur rein, dass wir wissen ungefähr wie ist es denn fabriziert.

00:08:33: Also der Bass ist klar.

00:08:35: Bleibt... Immer gleich.

00:08:36: Diese Basstonfolge bleibt immer gleich.

00:08:38: Es wird ununterbrochen und wiederholt und darüber immer anders melodisch gearbeitet.

00:08:43: Und das, und das ist das Komplexe an diesem Stück, das ist die Komposition in dem Sinn.

00:08:47: Also nicht, ihr könnt über den Bass auch eine Melodie improvisieren.

00:08:51: Einer allein.

00:08:52: Vielleicht, wenn sie sehr raffiniert sind, zwei zusammen.

00:08:54: Bei drei wird es schon sehr schwierig, nicht, dass man da wirklich so eine Jam-Session macht.

00:08:58: Aber

00:08:59: in dem Fall ist es ganz genau gearbeitet.

00:09:01: Das heißt, die erste Violine beginnt mit einer Melodie.

00:09:05: Die zweite, nach zwei Takten steigt genau mit derselben Melodie ein, wie wir Kanon, Bruder Jacob oder irgendetwas singen.

00:09:12: Wir singen schon wieder was anderes und spielen.

00:09:14: Und in dem Fall sind es drei Stimmen, die diesen Kanon

00:09:16: machen.

00:09:16: Spielen exakt das Gleiche, nur Zeit versetzt.

00:09:18: Genau.

00:09:54: Also das ist so der klassische Kanon.

00:09:57: eben über einem gleichbleibenden Bass.

00:09:59: Und je bewegter die Stimmen werden, umso bewegter wird der Zuhörer und so sagen.

00:10:04: Und das steigert sich dann und kommt wieder zu einem Schluss.

00:10:08: Wobei man sagen muss im Original, ist es wahrscheinlich so gewesen, dass dieser Canon von einer Jig gefolgt war.

00:10:16: Das ist ein schneller Tanz im Sechs-Achtel-Takt.

00:10:22: Das heißt, das war damals sehr oft tänzerisch abgeschlossen nach einem kontemplativen ruhigen Teil, ein Präludium, ein Vorspiel und dann ein rasanter Tanz.

00:10:36: Ich würde vorschlagen, hören wir mal in eine andere Interpretation.

00:10:40: Meistens hört der Kanon als Kanon auf und da kommt nichts schnelles.

00:10:44: Hören wir uns einmal an, wie das im Original wahrscheinlich war.

00:10:47: Hören wir den Schluss des Kanons, diesen ruhigen Schluss und dann die drauf folgende Schick, diesen schnellen Abtanz, sozusagen.

00:11:30: Das lehrte uns jetzt zwei Dinge.

00:11:32: Erstens einmal, es gab diesen schnellen Nachtanz sozusagen.

00:11:36: Und zweitens, wenn man aufgepasst hat, die haben vorher dieses Stück, diesen Kanon, offensichtlich viel schneller, fast doppelt so schnell gespielt.

00:11:44: Das war das Ensemble Hesperion.

00:11:47: Einundzwanzig unterschor die Saval, echte Originalklang-Spezialisten.

00:11:51: Schon vor ein paar Jahren ist eine Generation früher auch ein Originalklang-Pionier, aber der hat noch langsamer

00:11:58: gespielt.

00:11:58: Das hat ein bisschen romantisiert vielleicht auch.

00:12:00: Das würden wir heute so sagen.

00:12:02: Also diese Art von Musik ist natürlich früher viel breiter gespielt worden als heutzutage... angeblich richtig ist, wie es wirklich war, wissen wir ja nicht genau.

00:12:12: Also wir sind heute eher geneigt zu sagen, also der Originalklang und der Anführungszeichen ist der, wo doch schon eher vielzügiger gespielt wird und wo vor allem die einzelnen Tempe, langsames, schnelles Tempo, die haben miteinander eine ganz klare Relation.

00:12:28: Da hat man schon viel mehr entdeckt, als man früher wusste.

00:12:31: Aber abgesehen davon, ganz lustig, diesen Canon kann man in unterschiedlichen Tempeln spielen, ohne dass er an musikalischer Qualität verlöre.

00:12:39: Das müssen nur die Geiger das spülen.

00:12:44: Egal wie schnell man spielt, er behält auf jeden Fall diese eingängige... Baseline, sage ich jetzt, also diese Bassmelodie und diese wahnsinnig eingängige, dieses musikalische Muster, das da aufgebaut wird und das sich einfach in unsere Gehirnwindungen reingefriest hat.

00:13:00: Wie würdest du erklären, was steckt musikalisch dahinter und warum ist dieser Canon so berühmt?

00:13:08: Ja, weil die Basslinie erstens einem Muster entspricht, das von vielen Komponisten damals verwendet wurde, genauso oder so ähnlich.

00:13:18: Und dieses Wiederholen, das ist ja immer so.

00:13:23: Wenn sich eine schöne Melodie oder ein schöner Melodieteil wiederholt, dann sind wir ja schon Vertrauter mit ihm und das ist das klassische Refrain-Prinzip in der Melodiebildung.

00:13:37: Das ist hier nicht der Fall, sondern hier bleibt der Bass immer gleich.

00:13:40: Das macht eine gewisse... Ruhe in der Unruhe.

00:13:43: Die Unruhe bringen die Geigen mit sich, mit ihren Solo-Parts.

00:13:47: Und unten das bleibt verlässlich immer gleich.

00:13:51: Ist ein altes Prinzip, heißt eigentlich, haben wir schon mal in irgendeinem Podcast darüber gesprochen, heißt eigentlich Passakerrier oder Chacon.

00:13:59: Das heißt, dass ein Bass durch ein ganzes Stück das Fundament bildet.

00:14:04: Der ändert sich nicht und über dem wird Entweder improvisiert oder es schichtet sich ein kontrapunktisch.

00:14:11: heißt das dann Kanon oder Fuge, ein Kunstwerk auf.

00:14:16: Wir haben das als Basis.

00:14:18: Einer der berühmtesten Kompositionen in diesem Stil kann man nicht sagen, in dieser Technik sind die berühmten Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach.

00:14:29: Das ist eine Reihe von Variationen, dreißig Variationen.

00:14:35: Wenn wir sagen Variation, So denken wir, also da ist eine hübsche Melodie.

00:14:40: Genau,

00:14:40: also was wird variiert?

00:14:41: Was wird variiert, ganz genau.

00:14:43: Und was wird variiert?

00:14:44: Eben, ja, das ist es eben.

00:14:45: Normalerweise sagen wir, du hast ein Thema und das singst du dann ein bisschen anders, du kannst das verziehen, setzt das vielleicht einmal nach Moll, aber im Prinzip bleibt die melodische Substanz immer gleich.

00:14:58: In diesem Fall der Goldberg Variationen und da ist Bach kein Einzelfall, aber das ist das berühmteste Beispiel dafür, bleibt.

00:15:06: Der Bass immer gleich.

00:15:07: Also das ist wie beim Bachhebel-Kanon, nur da sind es acht Takte und bei Bach sind es, glaube ich, zweiundreißig Takte.

00:15:15: Das heißt, das ist ein viel komplexeres System.

00:15:20: Nicht so eingängig dann.

00:15:21: Auch

00:15:21: nicht so

00:15:22: eingängig.

00:15:23: Und

00:15:23: interessanterweise setzt er jede dritte Variation als Kanon an.

00:15:30: Und das ist dann so wie bei Bachhebel, aber nur in der dritten Variation, dass zwei Stimmen Zwei Oberstimmen spielen wirklich dasselbe Zeitversetzt.

00:15:41: So, das ist das Kanonprinzip.

00:15:44: Nun ist aber die Variation sechs, ist dann wieder ein Kanon und das ist jetzt der Kanon in der Sekund.

00:15:48: Das heißt, die erste Stimme ist ein Ton höher.

00:15:54: Sekund, Terz, Quart, Quint, Sechst, Sebthin,

00:15:57: Oktaf.

00:15:57: Also selbe Melodie, aber ein bisschen nach oben versetzt sind sie höher.

00:16:01: Ein Ton, ein Ton höher und zwar präzis.

00:16:04: Also kannst nicht schummeln.

00:16:06: Das ist wirklich, das ist die heiligste Kunst vor allem überhaupt, da kann und da müssen die wirklich genau dasselbe spielen.

00:16:11: Aber halt eben unter Umständen, das ist dann die Kunstfertigkeit.

00:16:15: Einen Ton höher, kannst du da schon ausrechnen.

00:16:18: Neunte Variation, eine Terz höher, zwölfte Variation, eine Quad versetzt, aber auch noch in der Umkehrung.

00:16:27: Das muss man sich so vorstellen.

00:16:28: Wenn du jetzt spielst, CDE, dann fangt der andere eine Quad höher an.

00:16:34: Also F, F, ich spürte aber nicht F-G-A-S, sondern F-E-D.

00:16:39: Also ich spürte runter.

00:16:41: Jeder Ton, den der Hauptspieler, der erste Spieler hinauf geht, geht der andere hinunter, zwar genau in demselben Abschnitt.

00:16:48: Also das ist, ach, ich soll es geben, ich versuche sie mal meine Damen und Herren in einem Kanon zu machen, wo das ist.

00:16:55: Total schwierig und wachert alle diese Kunstfertigkeiten ungehergut beherrscht und einfach macht einfach Musik draus.

00:17:04: Wir können ja einen kurzen Ausschnitt aus diesem Kanon in der Quartere versuchen Sie mal zu hören, wie die eine Stimme hinauf die andere hinuntergeht.

00:17:13: und das ist auch noch um eine Quart genau versetzt.

00:17:15: und das ist Musik wunderbar, aber alles ist konstruktiv.

00:17:53: Lieber Willi, das mag ja jetzt in der Grundstruktur ähnlich sein wie der Canon von Pachelbel.

00:17:58: Aber da hast du mir jetzt längst verloren.

00:18:00: Während bei dem Canon in Detour von Pachelbel, da komme ich mit.

00:18:06: Da geht auch diese Melodiführung so klar und linear dahin.

00:18:10: Also diese Basslinie, die geht so kontinuierlich schön nach unten, dumm, dumm, dumm, dumm.

00:18:16: Weiter und dann zum Schluss kommt es ein bisschen hoch und dann geht es wieder runter.

00:18:19: Also ich habe da einfach eine Eine Spannung und direkt danach die Auflösung.

00:18:24: Es gibt mir sein Gefühl der Sicherheit.

00:18:26: Da kommen keine bösen Überraschungen.

00:18:28: Ja,

00:18:28: es kommen auch keine bösen Überraschungen.

00:18:31: Und das ist natürlich also die intellektuelle Herausforderung dessen, was wir jetzt da gerade nicht gemacht haben.

00:18:36: Das hört, glaube ich, kein Mensch, auch ein sehr musikalischer Mensch, kann da sagen, ah ja, das ist ein Kanon in der Quart, erstens am und in der Umkrieg.

00:18:42: Das ist ein

00:18:42: konstruierter Kanon.

00:18:43: Das ist

00:18:44: natürlich der Spaß und der Freude eines genialen Konstrukteurs.

00:18:48: Der sagt, ich mache jetzt den hoch, komm.

00:18:50: plexigste Struktur.

00:18:53: Und trotzdem, du musst das jetzt nicht wissen, du hörst das als schöne Musik, nicht?

00:18:57: Und Pachebel ist auch schöne Musik, aber natürlich in einer viel, viel simpleren Auflösung sozusagen.

00:19:03: Aber ich meine, es ist ja trotzdem eine enorme Kunstfertigkeit, jemanden bei der Stange zu halten, wenn ich immer dasselbe spiele.

00:19:11: Ja, weil es ist eben nicht immer dasselbe, sondern es ist eben schön aufgelöst, weil die Oberstimmen immer ein bisschen was anderes machen.

00:19:17: Ja, das kommt immer was Neues dazu, aber das, was Neu dazu kommt, das ist nicht gleich weg, sondern die anderen, die wiederholen das Jahr.

00:19:22: Und dann hat man ja eigentlich jede Melodie oder jede kleine ... Koloratur, sage ich jetzt.

00:19:28: Wird hier ja dreimal gespielt, weil jede Geige das noch einmal wiederholt, wenn sie an der Reihe

00:19:33: ist.

00:19:33: Also das, was wir jetzt gerade bei Bach versucht haben, wo wir natürlich alle scheitern, logischerweise, aber bei Pachelbel kann man das schon probieren, haben wir ja am Anfang auch probiert, zu verfolgen, wie die drei Geigen einander folgen.

00:19:46: Oder die zweite Folge der ersten, die dritte Folge der zweiten.

00:19:49: Und der erste führt das immer an und die kommen immer hinten auch und spülen.

00:19:53: Immer dasselbe.

00:19:54: Das Wesen des Kanons.

00:19:55: Und das geht ja dann auch unendlich so weiter.

00:19:58: Und das Schöne ist da, dass bei jeder Variation, sagen wir jetzt einmal, bei jeder Wiederholung des Basses, dass immer neue Aufbricht und immer neue Ideen dazukommen.

00:20:10: Also würdest du sagen, dass der Volksgeheimnis ist, dass es komplex und simpel zugleich ist?

00:20:15: Ja, genau.

00:20:15: Und das ist ja immer so bei der großen Kunst,

00:20:20: die

00:20:20: hat... Immer auch ein Körnchen-Simplicität.

00:20:25: Es muss auch relativ einfach sein, letztendlich insofern, als mit irgendeinem Schmäh muss der Komponist, auch wenn er ein hochkomplexes Struktur-Channel am Reisbett entworfen hat, den Hörer reinholen, sonst ist es ja keine Musik.

00:20:44: Da haben wir bei Beethoven immer diese ganz holzschnittartige, einfachen Sachen.

00:20:49: Ich meine, nix einfacher als der Beginn der fünften Symphonie.

00:21:00: Erstens merkt sich sehr jeder.

00:21:02: Zweitens, er merkt sich so, dass er die Entwicklungen dieses kurzen Themas, dieses rhythmischen Themas durch die ganze Symphonie verfolgen kann.

00:21:10: Und das, was Beethoven daraus macht, haben wir ja auch schon mal lang darüber geredet, ist natürlich ein riesiges Kunstwerk, hochkomplexes Kunstwerk.

00:21:19: dass eigentlich nur in Variationen und dramaturgischen Ausformungen dieses einen Motiv besteht.

00:21:28: Also irre.

00:21:28: Also

00:21:29: Parabelle nimmt sozusagen die Kompositionstechnik der nächsten Jahrhunderte in diesem Kanon voraus.

00:21:34: Naja, er wendet sie an.

00:21:35: Es ist also jeder bedeutende Komponist sucht nach dieser, das was du genannt hast, die Einfachheit, nach dieser Simplicität auch im Komplexesten.

00:21:46: Und das ist ja auch das Erfolgsgeheimnis von Bach.

00:21:49: der das ja als neunjähriger wahrscheinlich mitverfolgt hat bei der Hochzeit seines Bruders, dass er das auch kennen hat.

00:21:55: Nur hat er natürlich wahrscheinlich die kompliziertesten Strukturen von immer entworfen, musikalisch.

00:22:05: Aber er

00:22:06: hat immer

00:22:07: dieses Einzel von Simplicität oder von Hölzelwerfen.

00:22:13: Das sagt, du kommst rein in das Labyrinth.

00:22:15: Mach dich auf!

00:22:17: Und schau, ich geb dir das Hössel in die Hand und du nimmst das und du bist plötzlich in einem Unklang.

00:22:21: Wir können auch die Goldberg-Variationen.

00:22:23: Muss man ja nicht hören, dass man sagt, das er kann auch nicht in der Quarte in der Umklänge.

00:22:26: Das ist ja absurd, macht kein Mensch.

00:22:28: Sondern man will zunächst einmal eine Melodie hören und ein Stück hören und wahrscheinlich innerlich spüren, dass dieser Bass da immer wieder kommt.

00:22:38: Obwohl, wie gesagt, zu einem Dreißig Takte merkt sich kein Mensch wie der Bass.

00:22:42: Aber das, was du zuerst so schön gesagt hast, dass man ... Zuhause ist da, dass man da hereingenommen wird und man hat eine Basis, auf die man sich verlassen kann.

00:22:52: Genauso die hochkomplexen Goldbergweite sollen haben auch diese Basis.

00:22:56: Das

00:22:56: zeigt, dass wir als Menschen doch sehr simpel gestrickt sind.

00:22:59: Wir wollen Erwartbares.

00:23:01: Wir wollen Erwartbares, aber andererseits auch von Kunst wollen wir schon immer wieder überrascht werden.

00:23:06: Nicht weil sonst ist es, wenn immer das kommt, was ich erwarte, dann höre ich ja bald nicht mehr zu.

00:23:12: Das ist so wie auf einem Bild.

00:23:13: Da muss ja auch eine Spannung entstehen, das ist ein Erwartbar oder in einem Theaterstück oder in ein Krimi.

00:23:21: Erwartbar ist.

00:23:21: wahrscheinlich ist der Mörder der Gärtner.

00:23:24: Aber vielleicht ist es diesmal auch der Briefdreher.

00:23:26: Aber irgendwer ist es.

00:23:28: Irgendwann ist es wahrscheinlich der Mörder, wenn es kein Unfall war.

00:23:32: Also es ist erwartbar, aber dann auch wieder nicht.

00:23:35: Dann spiele ich dir jetzt mal was vor, was du vielleicht nicht erwartet hast, weil wir haben ja vorher kurz gesprochen von der Geschichte, dieses Stück und von der Rezeptionsgeschichte.

00:23:44: Also noch kurz zurückzukommen, im Jahr nineteen achtundsechzig ist dieses Stück auf einmal durch diese Aufnahme von Jean-François Paillard wieder in, ja, ist wieder gehört worden.

00:23:56: Und im selben Jahr, nineteen achtundsechzig ebenso, ist auch dieses Lied von einer griechischen Band herausgekommen.

00:24:56: Kommt ihr dieser Akkordfolge bekannt vor?

00:24:58: Ja, es ist sehr ähnlich, wenn ich gleich

00:25:01: so etwas sage.

00:25:02: Und ich finde, das ist eigentlich sehr spannend, weil es zeigt nämlich, dass ab dann die Rezeption des Originals und die Rezeption von Pop-Abwandlungen eigentlich nebenher passiert sind.

00:25:14: Die klassische Aufnahme, also die orchestrale Aufnahme von einem Canon

00:25:18: ist

00:25:18: in den Anfang des Siebziger zum großen Hit geworden, nachdem es einmal im Radio gespielt wurde und von Kalifornien ausgehend.

00:25:25: auf einmal gab es da einen großen Hype um dieses Stück.

00:25:28: Einige Orchester haben es aufgenommen, weil sie gemerkt haben, dass sich das wunderbar verkaufen lässt.

00:25:32: Teilweise so gut wie die großen Rock-Alben dieser Zeit.

00:25:35: Also die Einspielungen vom Canon waren dauernd in den Charts.

00:25:38: Ich zeig dir da mal kurz einen Cartoon, der im New Yorker eine Magazin, Ninetein und Achtzig, rausgekommen ist.

00:25:46: Da sehen wir einen Gefangenen in einer Zelle und es steht Prisoner auf Parkelwürl dabei.

00:25:53: Der sitzt einsam auf seinem Sessel und er kriegt jetzt schon wieder den Parkelwürl

00:25:58: Kanon

00:25:59: über den Lautsprecher.

00:26:00: Der wird beschalt vom Gefängnis Lautsprecher mit der Ansage, for your listening pleasure we once again present Parkelwürl's Kanon.

00:26:08: Parkelwürl sagen wir die Amerikaner dazu.

00:26:12: Auf jeden Fall von da an war dieses Lied überall und es war eben nicht nur die klassische Einspielung überall zu hören, sondern auch diverse Pop-Cover davon.

00:26:20: Da gibt es ja sehr viele von diesen Pop-Covers.

00:26:22: Da gibt

00:26:23: es sehr viele.

00:26:23: Ich darf dir ein paar davon vorspielen.

00:27:12: Das war Go West von den Village People in dieser Version.

00:27:15: Man kennt auch die Version von den Patch Shop Boys, die später herausgekommen ist.

00:27:34: Das war jetzt Memories von Maroon Five, sehr nah dran.

00:28:01: Sehr nah dran?

00:28:03: Ja, interessant.

00:28:04: Das sind natürlich Dinge, da ist jetzt Kakanon drinnen.

00:28:07: D.h.

00:28:07: immer noch der Canon von Pacheble.

00:28:09: übergeblieben ist ja nur die Harmoniefolge und der Bass.

00:28:12: Genau, vor allem der Bass.

00:28:13: Und der Bass kommt auch in diesem Lied von Oasis vor.

00:28:50: Ja, wir könnten das endlos weiterführen.

00:28:52: Es gibt so viele Möglichkeiten.

00:28:54: Es gibt so viele Pop-Lieder, die das aufgegriffen haben, entweder direkt oder leicht abgewandelt.

00:28:59: Und ich habe doch ein schönes Zitat von Pete Waterman, einem großen britischen Musikproduzenten.

00:29:04: Der hat von Donna Summer bis Kylie Minogue viele Stars betreut und er gesagt, dass dieser Kanon fast The Godfather of Pop-Music.

00:29:13: karte der Popmusik ist, denn wir alle haben das benutzt.

00:29:19: Und ich glaube, dass diese Bass-Szene tatsächlich ideal für den Pop geeignet ist, dadurch, dass sie so wiederholbar und so eine beruhigende Wirkung hat.

00:29:28: Man kann sie loopen, also man kann sozusagen sie endlos durchspielen.

00:29:33: Wie sie auch im Original passiert.

00:29:35: Genau.

00:29:35: Das wird ja wirklich ununterbrochen, dasselbe Bass gespielt.

00:29:38: Wie gesagt, das passt ja kein ja Prinzip.

00:29:42: Und die Pop-Welt ist ja nicht alleine damit diesen Kanon quasi gecovert zu haben, weil da bin ich sicher, dass du auch einige Beispiele kennst aus der restlichen Klasse-Geschichte.

00:29:53: Auch andere Komponisten haben sich da ganz gern bedient, oder?

00:29:56: Na ja, die haben sich der Form bedient.

00:30:00: In diesem Fall ist ... Das Wort Kanon als Titel eigentlich irreführend, wie man es heißt schon.

00:30:07: Der Kanon ist ja das, was die drei Geigen drüber machen über diesen Bass.

00:30:12: Das, was alle geglaubt haben, dann sozusagen, obwohl das hätte ja auch Parhebel geglaubt, weil es gab vorher auch schon Stücke über diesen Bass, aber halt nicht einen Kanon.

00:30:21: Also der Bass ist ja so nicht vom Parhebel, sondern ich ... Das war sozusagen allgemein gut, so oder so ähnlich sind.

00:30:33: Tausende Stücke wahrscheinlich aufgebaut.

00:30:35: Also darf man gar nicht sagen, dass dieser Bass der berühmte Packelbell-Bass ist, sondern es ist einfach ein bekannter Bass und der hat ihn halt auch genutzt.

00:30:44: Ja, kann man schon sagen, weil es ist eben da, kann es jeder festmachen dran und sagen, ah, das ist das.

00:30:50: Das ist diese Akkordfolge.

00:30:52: Also wir kennen zum Beispiel, wie gesagt, dieses Prinzip, dass der Bass oder eine eine Melodie, welche Stimmen auch immer gleichbleibend durchzieht.

00:31:01: Und zwar acht Takte, acht Takte, acht Takte, das ändert sich, wäre ein ganzes Stückchen.

00:31:06: Haben wir zum Beispiel auch, also ganz berühmtes Beispiel in der Symphonik, ist der letzte Satz der vierten Symphonie von Brahms.

00:31:15: Am Anfang schon in den Plays haben ein ehrenes Thema, das ist wieder stehen acht Grabsteine vor uns und die herum, dann tanzt dann die ganze Musik.

00:31:36: Das kommt Und unterbrochen wieder wird es.

00:31:39: die unglaublichsten Variationen gibt es in der Mitteil des Satzes wird es plötzlich ganz langsam, bleibt auch immer das Thema, bis nur die Koda schert dann aus.

00:31:50: Und das ist eben dieses Ehene-Prinzip, das ein architektonisches Prinzip bleibt über dem oder mit dem der Stück gearbeitet ist.

00:32:01: Und das geht also durch die ganze Musikgeschichte durch.

00:32:05: Und gleich bleiben diese finden auch bei Albamberg, in den Opern und so.

00:32:09: Also geht also komplett

00:32:11: durch.

00:32:11: Also dass die Idee dieses sich wiederholenden Basses in der Klassik oft vorkommt, das glaube ich der Java.

00:32:17: Ich finde es trotzdem spannend, ganz konkret diese eine Bassfolge wie Omnipresente ist.

00:32:22: Zum Beispiel habe ich die in der Zauberflöte auch schon gehört.

00:33:01: Ja, das sind die drei Knaben, das ist natürlich genau das.

00:33:04: Also wo hat Mozart da geklaut?

00:33:07: Ich glaube möglicherweise hat er diesen Bach ... kann man gekannt, möglicherweise einfach nur das Prinzip, wie gesagt, diesen Bass haben viele schon vor und während der Bachäbelzeit verwendet.

00:33:17: Und das ist halt so ein Top-Bass, der immer wieder verwendet wird.

00:33:23: Also kommt er auch in der Zauberflöte vor, die drei Knaben schweben genau zu diesen Klängen über unseren Halbtern.

00:33:31: Aber natürlich ist das anders, weil da kommt das vor.

00:33:36: ist aber dann gleich wieder weg, während bei Paribel ist es ja so wie das letzten Satz der vierten Rams, dass diese acht Tage bleiben immer gleich bis zum Schluss des Stückes, Punkt aus.

00:33:47: Nur bei Paribel kommt dann eben die Skik, der Tanz, den man dann weglassen hat.

00:33:52: Das macht sich immer einfach, wenn man nur den schönen Teil, nur den schönen Teil.

00:33:57: Keiner spielt mehr den zweiten Teil davon.

00:34:00: Und dass das immer gleich ist.

00:34:02: Damit haben ja die Musiker, die das dann spielen, ja auch teilweise ihre liebe Not, weil es ist auch ein bisschen eintönig.

00:34:08: Für den

00:34:09: Bassisten ist es unendlich langweiliger.

00:34:11: Da gibt es ein sehr lustiges YouTube-Video vom US-Comica und Musiker Rob Paravonian, der hat über sechzehn Millionen Klicks mit seinem Packerbell-Rant, also seiner Wut-Tierade, über diesen Kanon generiert.

00:34:25: Der hat nämlich als Kind, als Jugendlicher im Schulorchester das Cello gespielt und hat immer dieselben Noten auf und abspielen müssen.

00:34:34: Alle anderen haben da tolle Melodien bekommen und er hat da einfach diese immer gleichen Noten gespielt, was er sehr lustig ausdrückt.

00:34:41: Ich liebe Pockabell's Canon in D mit der Passion.

00:34:45: Ich liebe es so viel, weil die Cello-Parte ist die schlechteste Cello-Parte, die in der Geschichte der Cello-Parte

00:34:49: geschrieben ist.

00:34:50: Es

00:34:50: sind acht Viertelnoten, die wir wieder und wieder repetiert haben, wie

00:34:54: sie sind.

00:34:57: D-A-B-F-Sharp

00:34:59: G-D-G-A.

00:35:05: Und das ist all, was wir zu spielen haben.

00:35:07: Wir haben diese acht Noten, fünfty-fünfmal, gekämpft.

00:35:09: Denn ich hatte nichts mehr zu tun.

00:35:14: Ich würde zurück und auf die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins

00:35:26: und die

00:35:28: Violins und die Violins und die Violins

00:35:30: und

00:35:31: die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die

00:35:38: Violins und die Violins

00:35:40: und die Violins und die Violins und die Violins

00:35:42: und die Violins und

00:35:43: die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins und die Violins.

00:35:51: Also Park Elbl verfolgt uns unser ganzes Leben.

00:35:55: Wir werden diese Baseline nicht mehr los und es hat was.

00:35:59: Es hat was.

00:36:00: Man muss sich ja nicht jeden Tag spielen.

00:36:02: Aber es hat eine irgendeine Ruhe.

00:36:06: Es funktioniert immer wieder.

00:36:07: Das muss man sagen.

00:36:08: Es ist nicht so, dass man dann beim dritten Mal drauf trinkt und sagt, na, also heute nicht.

00:36:12: Vielleicht heute nicht, aber morgen sicher wieder.

00:36:13: Morgen

00:36:14: kann man es dann wieder hören.

00:36:15: Liebe Hörerinnen und Hörer, sagen Sie uns doch auch gerne, ob Sie es noch hören können, ob Sie diesen Kanon ausgehört haben oder ob Sie sich noch mehr Variationen davon wünschen.

00:36:23: Ich glaube, die Pop-Welt hält noch einige bereit.

00:36:25: Ich glaube auch.

00:36:26: Und Sie können uns aber auch schreiben.

00:36:29: ob sie einen anderen Ohrwurm dieser Art haben, der sie immer wieder verfolgt und den sie auch immer wieder gerne

00:36:36: hören.

00:36:36: Dann reden wir auch darüber.

00:36:37: In diesem Sinne, danke fürs Zuhören und wie gesagt, zuschriften unter hotcastatdepresse.com.

00:36:44: Und wir freuen uns über fünf Sterne in der App, in der Sie uns gerade hören, weil das hilft auch anderen dabei, uns zu finden.

00:36:51: Wiederhören.

00:36:52: Ciao!

00:37:00: Mit Katrin Nussmeier und Wilhelm Sinkowicz.

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